Stadtführung: Die Jakobsvorstadt

Thematischer Rundgang | Angebot für Gruppen | ganzjährig buchbar

Vor den Toren des klassischen Weimar

Die Tour: Jakobskirche (evtl. mit Turmbesteigung) und Jakobskirchhof - ehem. Museum für Kunst und Kunstgewerbe - ehem. Bertuchhaus (Stadtmuseum) - Weimarhallenpark - Bauplatz neues Bauhaus-Museum - Neues Museum - ehemaliges Gauforum - Studentenwohnheim am Jakobsplan - Kulturstandort E-Werk mit "Konzert für Buchenwald (Rebecca Horn, nur Sa+So) - Karlsmühle - Brühl

Im Norden der Weimarer Altstadt liegt das Jakobsviertel. Die Gegend zwischen Graben und Asbachtal gehört zu den ältesten Siedlungskernen der Stadt. Mit dem Bau der Stadtmauer geriet das Quartier ins Außerhalb und wurde zur Vorstadt. Gärten, Galgen und der für lange Zeit einzige Friedhof fanden hier ihren Platz. Mit den Bertuchschen Werkstätten entstand ab 1777 ein Verlag und der wichtigste Gewerbebetrieb des Klassischen Weimar. Den einschneidendsten Einschnitt erlebte das Quartier im Jahr 1937: Für den Bau des Gauforums wurde das Asbachtal verfüllt und ein großer Teil des Jakobsviertels abgerissen. Mit der Wiedereröffnung des kriegszerstörten Neuen Museums 1999 geriet die Jakobsvorstadt wieder in den Blick der Öffentlichkeit. Mit dem geplanten Bauhaus-Museum entsteht ein neues Museumsquartier in der Stadt. 

Der Rundgang führt von der Jakobskirche vorbei an den ehemaligen Bertuchschen Werkstätten durch das Asbachtal und das ehemalige Gauforum bis zum alten Straßenbahndepot. Am Weg liegen Erinnerungen an weniger bekannte Zeitgenossen der Weimarer Klassik, der Gründungsort des Deutschen Künstlerbundes 1903 sowie Hinterlassenschaften der Zeit des Nationalsozialismus und der DDR. Nicht zuletzt hat das Kulturstadtjahr 1999 den Stadtteil geprägt: Im alten Straßenbahndepot erinnert eine Installation von Rebecca Horn an die Toten von Buchenwald. Arbeiten von Daniel Buren und der "Große Geist" von Thomas Schütte am Neuen Museum markierten 1999 den Neuanfang für das Quartier.

"Bertuch habe ich kürzlich besucht. Er wohnt vor dem Tore und hat ohnstreitig in ganz Weimar das schönste Haus. Es ist mit Geschmack gebaut und recht vortrefflich möbeliert, hat zugleich, weil es doch eigentlich nur ein Landhaus sein soll, einen recht geschmackvollen Anstrich von Ländlichkeit. Nebenan ist ein Garten... der unter 75 Pächtern verteilt ist, welche 1-2 Taler jährlich... erlegen. Die Idee ist recht artig, und das Ökonomische ist auch dabei nicht vergessen... Die Bertuchs müssen in der Welt doch überall Glück haben..." Friedrich Schiller an Christian Gottfried Körner. Briefwechsel Friedrich Schiller mit Christian Körner.


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